Die Courasche | 19. und 20. August, 19:30 Uhr

Courasche

Die Courasche

Barockes Schelmenstück nach dem Roman von Grimmelshausen (1670)

Courasche, die erste Heldin des deutschsprachigen Romans, führt mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ein wildes, gefährliches Leben. Als Dreizehnjährige wird sie zum Schutz vor Vergewaltigung in Männerkleider gesteckt, sie dient einem Rittmeister als Page, wird jedoch bei einer Rauferei als Mädchen enttarnt. Sie versucht, sich in diesen rauen Zeiten mit allen Mitteln zu behaupten und lässt sich auch von Niederlagen nicht abschrecken.

Sie kommt als Edelhure zu Wohlstand, verschafft sich in den Schlachten reiche Beute, wird kühl berechnende Marketenderin, verliert ihr ganzes Geld. Von den ihr unterlegenen Männern wird sie als Hexe diffamiert, gefoltert und vergewaltigt. Sie hat Liebesaffären und findet ihre Unabhängigkeit schließlich beim „Fahrenden Volk“.

Die Lebensbeichte der Courasche aus dem 17. Jahrhundert vermittelt uns das Bild einer erstaunlich modernen Frau. Sie erkannte die Benachteiligung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts und kämpfte gegen Ungerechtigkeit mit „Bauernschläue“, Mut und Draufgängertum an. Sie schwebte in höchster Gefahr und führte trotzdem ein lustbetontes, weitgehend selbst bestimmtes Leben.

Jutta Seifert lässt dieses „außergewöhnliche Weibstück“ aus dem Roman von Grimmelshausen wieder lebendig werden.

Es spielt: Jutta Seifert
Regie führte Hans-Peter Krüger

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